i'm just killing lately
Die Sklaven der Worte

In tief gelegten Gedanken,
in einem einzigen Wort.
Finde ich ganze Welten,
finde ich ganze Träume,
finde ich weit fort.
 
Sie legen sich auf die Erde
in dunkelblau schimmerndem Tuch.
Sie funkeln und glitzern,
sie flüstern und locken,
ich finde ein Buch.
 
Ich verliere mich
ich find' mich nicht wieder.
Die Seiten halten mich fest.
Sie fassen mich,
und singenwie Sirenen ihre Lieder.
 
Hier bin ich nun,
ich armes Ding,
mein Herz es schlägt, es hämmert.
Fest und unbarmherzig
Ich weiß nicht mehr, wohin.
 
Die Zeit, sie rinnt, sie reitet,
auf einem schnellen Pferd.
Ich bin hier gefangen,
unfähig, mich zu wehren.
Und doch weiß ich,
das ist es mir wert.
 
Ich bin ein Opfer der Worte,
ich bin ihr Sklave ganz,
ich füge mich, beuge mich,
springe nach ihnen,
beuge mich ihrem Tanz.
 
Ich bin ein Opfer der Worte,
ich bin der, der für sie steht.
Ich lasse mich tragen von ihnen,
ich lasse mich führen durch sie.
Denn ich bin ein Poet.
16.1.09 18:53
 


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